Archiv der Kategorie: Reviews

Gesehen: IRON MAN 2 und KAMPF DER TITANEN!

Okay, hier mal schnell 2 Kurzkritiken von mir:

Fangen wir mit der Katastrophe an: KAMPF DER TITANEN… Herrjee! Och neee, das geht ja mal gar nicht!!! Da weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll…! Alles ist lieblos heruntergekurbelt; die Action und die ganze Handlung, auch die Darstellungs“kunst“ der Knallchargen Schauspieler … alles auf Kindergarten-Niveau der alleruntersten Kajüte.  Die Götter des Olymp werden (wohl erst nach dem große handlungstragende Teile der entsprechenden Szenen weggeschnitten wurden) als weinerliche Schwächlinge dargestellt, die niemand ernst nehmen kann. Die Sets  und Kulissen sehen teilweise aus wie aus den 7oer Jahren:  Pappmachee und Styropor! Die CGI Tricks sind meist ok, hauen einen aber auch nicht vom Hocker. Das Gesicht der Medusa sieht dermassen sch****  aus; absolut fies,  starr und künstlich, wie virtuelles Plastik.  Kreaturen, die es so schon  Anfang-Mitte der Neunziger aus dem Rechner gab. Von der Filmmusik will ich erst mal gar nicht reden (AAAAAArgh!).

Leute, schaut Euch lieber das Original aus den 80ern an, da gibt es (bei allem Trash) wenigstens noch (echte) Ray Harryhausen Kreationen zu bewundern. Die 3D Fassung soll es übrigens auch nicht rausreissen, ganz im Gegenteil. Ist ja erst nachträglich ins 3D Format aufgemöbelt/konvertiert worden, und das sieht man wohl auch deutlich, im negativen Sinn!

Also für die TITANEN kann ich absolut keine Empfehlung aussprechen!

So, nun zum erfreulichen Part: IRON MAN 2 rockt hingegen auf ganzer Linie! Wer Spaß am ersten Teil hatte, der wird auch hier voll auf seine Kosten kommen. Natürlich sind die Darsteller hier wieder das Tüpfelchen auf dem „i“.

Die Wortgefechte zwischen Gwyneth Paltrow und Robert Downey Jr. sind flott und amüsant. Auch die Nebenfiguren sind allesamt stark, es gibt keine überflüssigen Füller und der Film hält die ganze Zeit ein erfreuliches Tempo.

Neben Samuel L. Jackson,  Don Cheadle und Scarlett Johansson spielt auch Regisseur Jon Favreau wieder selbst mit, als „Happy“, der Bodyguard von Toni Stark. Er hat ja als Schauspieler angefangen, bevor er dann mit der Weihnachtskomödie ELF einen ersten Erfolg als Regisseur verbuchen konnte, und hatte dann mit dem ersten Teil von IRON MAN gleich richtig abgeräumt. Nette Karriere! 😉  Was mich im Vorfeld schon sehr gefreut hat, ist auch die Tatsache, dass er nun für den zweiten Teil wieder mit Filmkomponist John Debney gearbeitet hat oder arbeiten durfte.  So hoffte ich auf einen grossen orchestralen Superhelden- Score, mit einem ordentlich  schmissigen Heldenthema. Das ist auch drin, aber leider hört man (abgesehen von jaulenden E-Gitarren und stampfenden Heavy-Metal Rhythmen) nicht viel von der Musik, da alles von den massiven Soundeffekten überlagert wird. Das ist ein bisschen schade, denn das IRON MAN Thema ist durchaus hörenswert, ist es doch eine Mischung aus Jerry Goldsmith – Rhythmen und einem zünftigen Alan Silvestri Thema.  Aber davon mal abgesehen, bietet IRON MAN 2 einfach viel Spaß im Kino! Man sollte natürlich den ersten Teil kennen und überhaupt Spaß an knalligen Action-Superheldenfilmen mit viel Technologie- Porno haben.

Ach ja, übrigens kommt am Ende des Abspanns  noch was kleines, nettes – vor allem für die Marvel-Comicfans! Ausserdem deutet es gleichzeitig auf die nächsten Marvel Verfilmungen hin, also sitzenbleiben! 😉

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Gesehen: WOLFMAN!

The Wolfman – USA 2010. Regie: Joe Johnston
Hauptdarsteller: Benicio del Toro, Anthony Hopkins.

Neuverfimung von „Der Wolfsmensch“ (Original: The Wolf Man) aus dem Jahre 1941.

Um bei der Suche nach seinem vermissten Bruder zu helfen, kehrt Lawrence Talbot in seine englische Heimat Blackmoor zurück, wo eine mysteriöse Serie blutiger Todesfälle die Menschen in Atem hält. Als er dort ankommt, kommt es zum Wiedersehen mit seinem von ihm entfremdeten Vater […] Eingeholt von seinen Kindheitserinnerungen, beginnt er langsam an die Gerüchte zu glauben, die von einem uralten Fluch erzählen, der Menschen bei Vollmond  in blutgierige Wölfe verwandelt. (Quelle: Wikipedia)

Ist dieser Film ein Remake, oder ein Reboot? Oder doch nur eine Hommage an das Original aus dem Jahre 1941? Man weiss es nicht, und auch die Macher wussten es offensichtlich nicht, denn sonst wäre wohl etwas anderes aus dem WOLFMAN geworden, als das vorliegende wirre Mischmasch aus viktorianischer Gruselatmosphäre, den gängigsten Klischees und billigen, gorigen Schockmomenten. Geradezu ärgerlich ist es, wie Handlungsfäden angedeutet oder gar aufgenommen werde, nur um ebenso schnell wieder fallengelassen zu werden. Es gibt zahlreiche inhaltliche Risse, Sprünge und Hopser, die sich nur dadurch erklären lassen, dass der Film, vor seiner endgültigen Finalversion,  durch zuviele Hände gegangen ist. Es gibt Momente, wo man denkt: ah, jetzt gehts endlich los; nur um dann enttäuscht festzustellen, dass der Moment schon wieder um ist!? Viele, viele verschenkte Möglichkeiten!

Diese Aussage trifft auch auf die Figuren und deren Darsteller zu, denn die Schauspieler wirken allesamt komplett unterfordert, und im Gedächtnis bleiben eigentlich nur die gefühlten „eintausendundmehr“ bedeutungsschwangeren Blicke, die ausgetauscht werden. Nebenfiguren, die teilweise mehr abendfüllendes Potential haben als die Hauptcharaktere – wie der Scotland Yard Inspektor und der indische Sikh-Diener – werden sträflich links liegen gelassen und im letzteren Fall, sogar auf höchst ärgerliche Weise einfach „beseitigt“.  Was soll das?

Die Effekte sind leidlich gelungen. Die Transformation Mensch/Werwolf  ganz ok. Aber letzlich wirkt das Monster dann doch eher altbacken und das Geheule an den Mond: klingt absolut lächerlich!

Immerhin hat der Film einen schönen, very-very-old-school,  Soundtrack von Danny Elfman zu bieten, wenn auch das Hauppthema doch sehr arg an die DRACULA Musik von Wojciech Kilar erinnert (Temp Track, ick hör dir trapsen!?). Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie der Score von Paul Haslinger…ne, nicht drüber nachdenken!

Ach ja, GOLLUM spielt übrigens auch mit! Ja, ihr habt richtig gelesen! Scheinbar ist das liebenswerte Kerlchen doch nicht im Schicksalsberg in Mordor umgekommen, sondern wohnt in einer indischen Berghütte und beisst neugierigen englischen Aristokraten in die Hand, wenn sie ihn besuchen wollen! Die Folgen davon werden dann bei jedem Vollmond sichtbar! Hätte man ihm doch seinen Schatz damals einfach behalten lassen, dann wäre wahrscheinlich sowas wie WOLFMAN nicht passiert.

Abschließend muss ich noch hinzufügen, dass ich den Film nichtmal so schlecht fand, wie meine Begleiter – die den Film durch die Bank schlichtweg gehasst haben! Aber das liegt eigentlich nur daran, dass ich ALLEM was mit viktorianischer Pracht bzw. Verfall und Dekadenz zu tun hat, schlichtweg nicht widerstehen kann. Inhalt hat damit nicht viel zu tun, nur der Schauwert. Und in dieser Hinsicht, war WOLFMAN nicht sooo schlecht. Die schaurig- schöne englische Landschaft wird von wahren Nebelmeeren umwölkt; das halbzerfallene Herrenhaus von einem düsteren, verwilderten Garten umgeben…das hat schon was. Aber leider reicht das eben nicht aus um einen ganzen Film zu tragen.

Fazit: WOLFMAN kann man sich im Kino getrost schenken! Highlights sind einzig die viktorianischen Dekors und die düstere Atmo. Aber wer kein ausgesprochener Fan eines solchen Settings ist, dem hat dieser Film einfach zu wenig zu bieten.

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Gesehen: SHERLOCK HOLMES!

Sherlock Holmes ist wieder da! Nach langer Abstinenz von der Kinoleinwand, gibt er nun sein Comeback.

Wieder mit dabei, ist natürlich sein guter Freund und langjähriger Mitbewohner Dr. Watson. Außerdem gibt es kleine und größere Cameos von anderen bekannten Holmes-Figuren, wie dem Scotland Yard Inspector Lestrade und der Haushälterin Mrs. Hudson. Auch die weibliche Hauptfigur im Film, Irene Adler, ist im Sherlock Universum keine Unbekannte. Ist sie doch einige der wenigen Menschen auf dem Erdenrund, die es mit Holmes Fähigkeiten aufnehmen kann. Sie taucht bereits in der ersten veröffentlichten Sherlock Holmes Kurzgeschichte „Ein Skandal in Böhmen“ auf.

In der neuen Kinoversion von Regisseur Guy Ritchie ist alles schneller und dreckiger geworden, als in früheren Variationen des Holmes Themas, in denen es eher gemächlich und viktorianisch zurückhaltend zuging. Allerdings ist der befürchtete komplette Bruch mit den Wurzeln der Figur ausgeblieben. Er hat sich zwar ein wenig verändert, der gute „consultant Detective“, aber im Ganzen betrachtet, erkennt man ihn doch wieder. Er brilliert auch hier, mit seinem überragenden Verstand und seiner blitzschnellen, hochgradig analytischen, Auffassungsgabe. Hinzugekommen sind allerdings einige recht menschliche Regungen, wie offensichtliche Eifersucht und Mißgunst, die dem vormals fast unmenschlich kühl erscheinenden Holmes eine bodenständigere Facette geben. Das nimmt ihm allerdings auch ein klein wenig von seiner Faszination. Dass er den Drogen nicht abgeneigt ist, und auch durchaus Faustkämpfe für sich zu entscheiden vermag, ist hingegen nichts Neues. Das wurde bereits in den literarischen Vorlagen von Sir Arthur Conan Doyle beschrieben. Und es ist schön zu sehen, dass sich Holmes, in Zeiten wo er keinen aktuellen Auftrag zu bearbeiten hat, in Langeweile und extremen Müßiggang verliert, so wie es auch vielen modernen Freiberuflern ergeht, wenn sie nichts zu tun haben. 😉 Aber wenn dann ein neuer Fall ansteht – wohlgemerkt nur einen, den Holmes als Herausforderung ansieht – dann gibt es kein Halten mehr! The game is afoot!

Der Film lebt vor allem von der Kunst seiner beiden Hauptakteure, Robert Downey Jr. als Holmes und Jude Law als Watson, die sich sehr spielfreudig die Bälle zuwerfen. Sehr schön sind alle Szenen, wenn sich die beiden wie ein altes Ehepaar streiten. Wurde Dr. Watson, in früheren Inkarnationen, häufig als alter, fast grenzdebiler, Stichwortgeber für Holmes verheizt, so hat er hier die Rolle eines – fast- gleichwertigen Teamkollegen bekommen. Der „junge“ Watson ist fit und kann es mit seinen Gegnern, in den wilden Prügeleien quer durch den Film, genauso gut aufnehmen wie Holmes.

Die Ausstattung ist opulent und das London am Ende des 19. Jhds. wird als eine kalte, düstere und dreckige Metropole gezeichnet. Manchmal fallen einem die künstlichen CGI- Totalen etwas unangenehm auf, aber damit muss und kann man in diesem Fall leben.

Die Musik von Hans Zimmer ist für seine Verhältnisse eher ungewöhnlich. Anstatt die prägnanten Zimmer-Hörner schmettern zu lassen, liefert er eine aussergewöhnliche   Soundcollage. Bestehend aus den Klängen einer speziellen Zither, verstimmten Klavieren, Banjos und Zigeunergeigen, sowie einigen anderen gezupften und elektronisch verzerrten Saiteninstrumenten. Das passt sehr schön zum ohnehin skurrilen Gesamteindruck des Settings, nutzt sich aber dann leider auch sehr schnell ab, und man wünscht sich bald, dass noch eine andere Farbpalette hinzutreten möge, was aber nicht passiert.

Der Film lief bzw. läuft in den USA recht erfolgreich, was nicht unbedingt zu erwarten war, auch in Hinsicht auf die erdrückende „Übermacht“ von Camerons AVATAR. Deswegen hat man sofort mit den Vorbereitungen zu einem zweiten Teil begonnen, dessen Dreharbeiten  bereits in wenigen Monaten beginnen sollen! Aber eine Fortsetzung muss  es auch geben, denn im Laufe des Films wirft bereits eine weitere, sehr bekannte Figur des Sherlock Holmes Kanons, seinen finsteren Schatten voraus…! 😉

Fazit: SHERLOCK HOLMES ist ein gelungener Mix aus Mystery, Crime und Abenteuerfilm. Allerdings  hängt der Streifen manchmal kurzzeitig etwas durch. Der Bruch mit dem „Original“ Holmes ist weit weniger radikal und alles viel weniger Action-lastig, als man nach den Trailern vermutet hätte. Und das ist auch gut so, denn so bleibt immer noch genug Platz für das Flair des viktorianischen Settings, und Meisterdetektiv Sherlock Holmes kann seine ganze Kunst entfalten.

Nicht DER Überflieger, aber unterhaltsam und eindeutig empfehlenswert! Steigerungen im 2. Teil sind wünschenswert und durchaus möglich, ich bin gespannt!

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Gesehen: AVATAR!

Handlung

Infos, Cast, Crew etc.

Meinung:

In allen technischen und klassisch-visuellen Belangen ist AVATAR wohl durchaus als ein Meilenstein des Films zu bewerten. Aber als Gesamtwerk…nicht zu 100%!

In jede Kreatur und in jedes Farnblatt haben die Macher soviel Details und Mühe gesteckt, dass man vor dieser Weltenschöpfung nur den Hut ziehen kann. Die humanoiden, blauen Katzenaliens – zumindestens die Hauptcharaktere – sind die wohl glaubwürdigsten menschenähnlichen CGI Kreationen, die man bis dato auf einer Leinwand gesehen hat. Wenn man bei den „Massenszenen“ allerdings genauer hinschaut, dann sieht man an den Bewegungen der künstlichen Statisten, dass man es dort eben doch nur mit unbelebten Pixelfiguren zu tun hat. Insgesamt bleibt man (in dem Fall ich) doch emotional irgendwie auf Distanz. Man steht (bzw. sitzt) vor einem großen Kunstwerk und staunt über die Pracht, aber dennoch fehlt etwas „unbestimmtes“, etwas was man nicht richtig fassen kann. Eben das letzte Quentchen „zum Glück“, das man hat, wenn man zB. aus dem Kino kommt und nur denken kann: Wow…!

Die 3D Effekte sind faszinierend, hatte ich mir aber noch ausgeprägter vorgestellt! Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich meine Wahrnehmung sehr schnell darauf eingestellt hatte, und der „Ahhh“ Effekt deswegen nur am Anfang zu spüren war. Insgesamt wird der 3D Effekt den Film aber nicht besser machen, höchstens ein wenig interessanter.

Die Musik von James Horner ist … tja…“irgendwie“ vorhanden. Entweder beschränkt er sich auf den üblichen, sehr irdisch klingenden, Ethno – Flöten und Drums – Versatz (so wie es für eine Indianer-Alien-Kultur ja auch gehört), oder die größer orchestrierten Sequenzen sind so leise in den Gesamt-Soundtrack eingemischt, dass man sie kaum hört. Wieso hat Horner, lt. eigener Aussage, DAFÜR 1 komplettes Jahr gebraucht???

Ich will mich hier auch gar nicht mehr groß über die inhaltlichen „Probleme“ des Films auslassen. Weder über diverse Handlungslöcher (Directors Cut?) und fallengelassene Handlungsstränge, noch, dass der Plot extrem simpel gestrickt ist. Darüber kann ich hinwegsehen, wer erwartet ernsthaft schon was anderes bei einem Event-Blockbuster? Das im Prinzip mal wieder der „The choosen one – Messias – Erlöser“ Faktor bemüht wird, sollte sich inzwischen genauso rumgesprochen haben, wie das Recycling des  „Erdmutter Gaia“ nebst „Weltenbaum“ Mythos. Aber hey, was solls… auch damit habe ich kein Problem! Sagen, Märchen, Mythen etc. entspringen nun mal dem menschlichen Kollektivbewusstsein (sofern man an ein solches glauben möchte), und das Wiedererzählen der alten Mythen in vielerlei Variationen ist einfach Kulturgeschichte.

Ich glaube, mein größtes Problem an dem Film ist, dass einem einfach alles soooo bekannt vorkommt! Ich hatte gar nicht erwartet, dass Cameron hier mit DER komplexesten Geschichte ever aufwartet, sondern schlicht und einfach mit etwas „Neuem“, etwas das man noch nicht xmal gesehen hat! Aber Pandora ist im Prinzip nur eine aufgehübschte Version des irdischen Regenwaldes – in bunter! Alle Lebewesen sind so gar nicht „fremdartig“, sondern nur die XY-Variation von altbekannten Mustern. Nur weil ein Pandorapferd 6 Beine hat, wirkt es dennoch nicht viel alienartiger als ein Erdenpferd.  Hier hätte man doch viel mutiger sein können!!! Wurde das Publikum wieder mal unterschätzt? Die Filmemacher müssen doch langsam einsehen, dass inzwischen viele Computerspiele sehr viel innovativer sind als Filme, und dass die Zuschauer dementsprechend auch mehr gewohnt sind. In den 80ern, und sicherlich auch noch in den 90ern, hätte ein Film wie AVATAR nichts weniger als eine Revolution der Sehgewohnheiten bedeutet! Aber heute, beschränkt sich das Revolutionäre wohl doch nur auf die Technik im Hintergund. Nachdem die Werkzeuge nun also die Feuertaufe bestanden haben, obliegt es anscheinend erst den kommenden Filmemachern, mit den technischen Neuerungen, auch inhaltliches und visuelles Neuland zu betreten.

Fazit:

AVATAR ist nicht der „heilige Gral“!
Die Revolution findet nur hinter den Kulissen statt! Wer es aber schafft, dem Hype zu entgehen, und einfach nur 2,5 Stunden, mit regulärer Sci-Fi-Fantasy Mischkost, nett unterhalten werden möchte (nebst Filmzitate entdecken), der wird wohl auf seine Kosten kommen. Vor allem wenn man noch nie einen 3D Film gesehen hat!

Nebenbei: Meine Lieblings Cameron-Filme sind und bleiben ALIENS, T2 und vor allem THE ABYSS! Die sind alle 2D und überwiegend nur monochromatisch „blau“! 😉

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Gesehen: Küss den Frosch + Greekgeek bei der D-Premiere!

Sodele, am letzten Sonntag habe ich mir den neuen Disney Film KÜSS DEN FROSCH angeschaut! Das ist ja seit 2004 der erste Disneyfilm, der wieder im traditionellen Zeichentrick-Verfahren hergestellt wurde. Ich war gespannt, wie das wohl insgesamt aussehen würde.

Filmstory und Hintergründe gibt es hier!

Meinung: Ich fand den Film sehr nett und kurzweilig! Die Animationen sind schön, die Figuren alle voller Leben und mit viel Liebe „gezeichnet“. Wie bei eigentlich allen Disney Filmen, gibt es einige gute Nebenfiguren – wie den Trompete spielenden Alligator, oder das verliebte Glühwürmchen. Da es sich bei KÜSS DEN FROSCH auch wieder um ein kleines Musical handelt, spielen die Songs natürlich ein große Rolle. Angesiedelt ist die Story in und um New Orleans, der Metropole des JAZZ. Nicht verwunderlich also, dass Komponist Randy Newman (TOY STORY, MONSTER AG) in seinen Filmsongs, dem Jazz einen großen Stellenwert einräumt. Ich war anfangs skeptisch, aber durch das ganze Drumherum, passt das natürlich musikalisch doch sehr schön ins Gesamtbild. Allerdings muss man sagen, dass ein richtiger Knaller-Ohrwurm fehlt! Überhaupt, bei allem Lob, KÜSS DEN FROSCH reicht leider nicht ganz an die Klassiker ARIELLE, ALADDIN oder die SCHÖNE UND DAS BIEST (mein Favorit) heran!  Das ist schade, aber nichtsdestotrotz, ist KÜSS DEN FROSCH doch ein sehr unterhaltsamer Animationsfilm!

Übrigens haben die Disney Leute schon angekündigt, dass der nächste Film, eine Adaption des Märchens „Die Schneekönigin“ sein wird. Und da wird dann auch wieder Alan Menken (ARIELLE, ALADDIN, SCHÖNE UND DAS BIEST, VERWÜNSCHT u.v.a.) die Musik machen, da kann man doch wieder durchaus ein oder zwei Ohrwürmer im klassischen Disney Stil erwarten! Juchhuu!!! Also, ich muss es nochmal richtigstellen: die Songs von KÜSS DEN FROSCH sind Klasse – aber das gewisse letzte Quentchen, zum richtig großen Klassiker, fehlt noch!

Weiter gehts zu Greekgeek! Der war mit seiner charmanten Jung-Moderatorin „Anki“ bei der Hamburger Premiere von KÜSS DEN FROSCH dabei, und sie hatten Gelegenheit ein paar der geladenen Promis vor das Mikro zu bekommen.

Sehr gefallen haben mir Kalkofes Sprüche: „Ich spiele immer die zweiten dicken Nebenfiguren“ und „Wo bin ich hier… Quick-quick.tv?“ Hehe…

Auch schön: nach der kurzen peinlichen Pause, Anki zu Cicero: „…meine Mutter hört ihre Musik!“ Muahahaha…

Und wie groß ist Olivia Jones eigentlich???

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AVATAR: Die ersten Kritiken sind da!

Heute, im Zuge des Tages – in einigen Territorien also etwas später als hier – läuft die Review-Sperre von AVATAR ab, und tatsächlich gibt es schon einige Kritiken und Meinungen von Leuten, die den neuen James Cameron Film bereits sehen durften. Und da muss man ganz klar sagen, dass man einen ganz eindeutigen Trend bereits erkennen kann. Natürlich unterschieden, zwischen der Profi-Berichterstattung durch gestandene Filmkritiker etablierter Zeitungen, und der „Geekfront“ und den Fanboys. Sehr selten passiert es, das sich beide Fraktionen mal einig sind. Und das scheint bei AVATAR tatsächlich der Fall zu sein.

Hier einfach mal ein paar Headliner, und das ist nur die Spitze des Eisberges bis jetzt:

DIE ZEIT:

Visionäres Autorenkino in 3-D: James Camerons Science-Fiction-Film „Avatar“

Die WELT:

James Camerons „Avatar“ ist ein Meilenstein!

VARIETY:

Twelve years after „Titanic“…The King of the World sets his sights on creating another world entirely in „Avatar,“ and it’s very much a place worth visiting. … Cameron delivers again with a film of universal appeal that just about everyone who ever goes to the movies will need to see. …

THE HOLLYWOOD REPORTER:

A dozen years later, James Cameron has proven his point: He is king of the world. … he brings science-fiction movies into the 21st century with the jaw-dropping wonder that is „Avatar.“ … The movie is 161 minutes and flies by in a rush.

(via AICN, da die HR Seite anscheinend gerade nicht zu erreichen ist!?)
 

Scott Chitwood/Comingsoon

„Avatar“ is a fun, imaginative film that brings some popcorn flick excitement to an otherwise dreary holiday movie lineup. It should please sci-fi fans while dazzling general moviegoing audiences at the same time.

Nerdcore (via Twitter):

Hab mir grade Avatar angeschaut… whoa! Ich meine: WHOA!
Furchtbarer Eso-Kitsch, fast nicht auszuhalten – dafür aber bahnbrechende FX, die einen tatsächlich umhauen. Unbeding in 3D!

moviereporter.net:

„Avatar“ kann seine hohen Erwartungen voll und ganz erfüllen … aber auch inhaltlich enttäuscht Cameron nicht und bietet ganz großes Gefühlskino. „Avatar“ ist einer dieser Filme, wofür das Kino erfunden wurde…

Bestimmt trudeln im Laufe der nächsten Stunden und Tage noch mehr erste Meinungen rein. Aber das, was man schon mitnehmen kann, ist: Besser als erwartet (oder besser als ich erwartet hätte) und, abgesehen von einigen esoterischen/metaphysischen Ausrutschern (wobei die Europäer da wohl mehr Probleme mithaben, als die Amis), anscheinend ein Film, den man im Kino nicht verpassen sollte, und dann am besten in 3D schauen!

Also gut, ich bin nach wie vor etwas skeptisch. Aber das so schnell, so viele,  gute Kritiken reinkommen, ist eigentlich ein gutes Zeichen. Und anschauen werde ich mir den auf jeden Fall, das war eh nie die Frage!

Ab kommenden MI (Previews), 16.12., läuft AVATAR in den deutschen Kinos!

 

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Gesehen: 2012 im Kino!

Ich habe den neuen Roland Emmerich Film bereits vor knapp 2 Wochen gesehen, bin bis jetzt aber einfach nicht dazu gekommen, etwas dazu zu schreiben. Um was es geht, und die ganze übliche Auflistung von Darsteller- und Crew etc. pp, lasse ich hier komplett weg.  Wer immer noch nicht mitbekommen haben sollte, was 2012 für ein Film ist, der muss schon gaaaanz weit hinter dem sprichwörtlichen Mond leben. Ausserdem bin ich niemand mit jounalistischen Ansprüchen, sondern ich will hier einfach nur meine persönlichen Eindrücke schildern.

Wer es trotzdem wissen will:

Links: 2012 – Film (Wikipedia), IMDB

Wie wars? Ich hatte gehofft mit 2012 einen 2,5 stündigen Katastrophen-Porno zu sehen, bei dem man einfach mal das Hirn abschalten kann: „Story, Logik…pfff…ach hör doch auf!!! Wenn man so etwas sehen will, kann man sich einen anderen Film anschauen, also echt jetzt!“

Nun ja, in den ersten eineinhalb Stunden reihen sich tatsächlich die Szenen, in denen Sturmfluten, Erbeben etc. die Menschheit in den Abgrund reissen, sehr schön aneinander und es gibt viel Zerstörungswerk zu bestaunen. Eine der ersten richtigen Katastrophensequenzen, in der die Hauptdarsteller mit dem Auto durch L.A. rasen, während rings um sie herum buchstäblich der eine Teil der Welt im Erboden versinkt, während der andere über ihren Köpfen zum Einsturz gebracht wird, ist dabei auch gleich meine Lieblingssequenz. Wäre das alles noch in 3D…, ach die Herrlichkeit wäre wohl nicht zu überbieten! Leider verliert der Film ab diesem Zeitpunkt auch schon wieder an Fahrt, und die gefühlte ganze letzte Stunde ist dann nur noch sehr zähflüssig, wobei das Tempo zum Ende hin ständig  weiter abnimmt. Hätte man mindestens die ganze letzte halbe Stunde (Arche, Kabel-Problem, „OMG – wir werden doch noch sterben, es sei denn jemand opfert sich für die Gemeinschaft“…etc. ) einfach weggelassen, dann hätte aus 2012 noch ein ganz guter Popcorn-Disaster-Action Film werden können. Aber dieses angehängte „viel zuviel“ am Ende reisst dann alles wieder runter. Schade!

Die Hauptdarsteller agieren so, wie man es bei einem solchen Film erwartet: entweder totales Understatment, oder ganz weit „over the top“. Aber die Figuren sind eben auch nur da um…irgendwie von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Der Grund, warum man sich einen solchen Film überhaupt anschaut sind doch die Katastrophenszenen, und nicht weil man glaubt, dass die Darsteller eine oskarreife Leistung abziehen werden, oder?

Die Filmmusik ist zwar da, aber  total unspektakulär. Rein gar nichts was einem im Gedächtnis bleiben würde. Das war aber auch nicht zu erwarten, denn Harald Kloser ist eben kein Ersatz für David Arnold (STARGATE, ID4)! Das konnte man schon bei DAY AFTER TOMORROW und 10.000 BC mitkriegen.

Für mich würde eine perfekte Emmerich-Film-Disaster-Orgie einfach aus einem Zusammenschnitt aller Katastrophenszenen aus ID4, DAY AFTER TOMORROW und 2012 bestehen; ordentlich gewürzt mit einer starken Prise, thematisch eingängiger und breit orchestrierter Musik, aus David Arnolds Feder! Ich bin so einfach zufrieden zu stellen! 😉

Ein wenig Philosophisches, oder eher Psychokram?: Warum eigentlich habe ich (und unbestreitbar viele andere Menschen mit mir, wie es die ganze Kinogeschichte immer wieder gezeigt hat) Vergnügen daran, mir fiktive Katastrophenszenen anzuschauen? Warum macht mir das im Kinosessel nichts aus, wenn Leute in Erdspalten fallen, von Lava verbrannt oder von gewaltigen Flutmassen ertränkt werden? Im Bewusstsein ist sicherlich der Fakt vorhanden, dass das ja keine richtigen Menschen und keine echten Katastrophen sind, die man auf der Leinwand sieht.  Aber trotzdem komme ich nicht umhin, mir die Frage zu stellen, ob ich mich nicht eigentlich dafür schämen müsste, dass ich mir derlei Szenarien gerne anschaue? Da gibt es doch bestimmt schon Untersuchungen drüber, oder?

Bemerkenswert: nach nur 12 Tagen hat  der Film weltweit bereits über 460 Millionen Dollar eingespielt. Man darf hier also durchaus von einem Erfolg für Herrn Emmerich sprechen.

Also: richtig schlecht fand ich den Film nicht, aber eben auch nicht wirklich gut, vor allem weil die letzte Stunde einfach „über“ war.  Da rücken die Weltuntergangsbilder in den Hintergund und es wird versucht das „menschliche Drama“ künstlich hochzupuschen, was natürlich komplett (wie bei allen Emmerich Filmen) in die Hose geht!

Soviel zum Film. Nun wenden wir uns kurz noch der ganzen „2012- Weltuntergangs-Maya Kalender etc. “ Geschichte zu.

2012 wird die Welt untergehen? BULLSHIT!!!

Blogger Florian Freistetter ist Astronom und er erklärt auf seinem Blog, warum die ganzen 2012 Theorien und Legenden, reiner Bullshit sind!

Außerdem haben sich die beiden US Komiker Penn & Teller mit dem Thema auseinandergesetzt, auf ihre Weise…

Teil 2 (weil Teil 1 schon wieder futsch ist!):

Teil 3:

 

 

 

 

 

 

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