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How to feel miserable as an artist!

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How To Feel Miserable As An Artist

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Herbst: Zeit für Tolkien!

So, jetzt ist der Herbst wohl wirklich da.  Ach was soll es, ich habe nichts dagegen! Meine Bücher- und DVD Gemütlich! Schränke sind gut gefüllt. Eigentlich sind Fühling (Aufbruch) und Herbst (Abschied) auch meine Lieblingsjahreszeiten. Das Licht ist schön und da ist immer irgendwas in Bewegung, liegt immer etwas in der Luft. Sommer und Winter verbinde ich hingegen immer mit einem gewissen „Stillstand“.

Es ist schon komisch, wie man manche Bücher, oder auch Filme, mit einer bestimmten Jahreszeit verbindet. J.R.R. Tolkien und Herbst gehören für mich irgendwie zusammen. Dabei habe den Herrn der Ringe das erste Mal in den Schulferien, mitten im Hochsommer, gelesen. Vielleicht ist es aber auch dieser bittersüße Abschiedsschmerz, der einem im Herbst überkommt, und dem auch alle Tolkien Geschichten innewohnen. Es ist nicht so, dass ich jedes Jahr alle Werke des „Professors“ komplett lese (so wie Christopher Lee, der Saruman Darsteller aus den HDR Filmen) aber wenn mir danach ist, dann mache ich mir einen Tee, Kaffee oder Kakao, und blättere und stöbere stundenlang durch die abgegriffenen alten Schmöker. Gerne auch in Sekundärliteratur, wie Abhandlungen über die Geschichte Mittelerdes oder in Bildbänden. Und da gibt es vor allem drei Herren, deren Illustrationen diverse Tolkien Buchcover und Kalender schmücken:

1. Alan Lee (hat auch maßgeblich für den Look der HDR Filme gesorgt, weil Peter Jackson (c) Alan Leeein großer Fan von ihm ist) hat sich vor allem der klassischen Zeichnung und dem eher luftigen Aquarellieren verschrieben. Sein Stil ist eher sanft und weich, und so widmet er sich vor allem den Landschaften und Orten Mittelerdes.  —> Google Bildersuche Alan Lee

2. John Howe (auch er hat viel zu den HDR Filmen beigetragen). Seine bevorzugten Motive sind eher die dunklen und dramatischen Szenen, sowie  Drachen, Waffen, Rüstungen und Burgen.  Dabei versucht er aber immer, nicht in den Fantasy-Kitsch abzurutschen, sondern ist stolz darauf, dass seine Entwürfe eher bodenständig sind, und mehr historische, denn ungezügelte phantastische, Züge aufweisen. —> Google Bildersuche John Howe

3. Ted Nasmith macht vor allem mit Illustrationen für die alljährlich erscheinenden Tolkien Kalender von sich reden. Er hat auch viele Motive aus dem, ansonsten eher stiefmütterlich behandelten, Silmarillion in Bilder umgesetzt und das ist sehr löblich, auch wenn er für mich nicht unbedingt an die Klasse der beiden erstgenannten Künstler heranreicht. —> Google Bildersuche Ted Nasmith

Wie berichtet wird, sind übrigens Alan Lee und auch John Howe schon dabei, der Hobbit Verfilmung ihren visuellen Stempel aufzudrücken! So (zusammen mit der Filmmusik) wird schon im Vorfeld sichergestellt, dass sich der Hobbit auch „nahtlos“ an die HDR Filme anschliessen kann. Feine Sache!

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Casper David Friedrich…

…wäre heute (5.9.09) 235 Jahre alt geworden!

Der Wanderer über dem NebelmeerIch finde die meisten CDF Bilder sehr faszinierend. Viele haben eine gewisse Stimmung, die teilweise nicht von dieser Welt zu sein scheint. Licht spielt in den Werken von CDF eine sehr wichtige Rolle. Schon allein deswegen, weil er meist nur Dämmerlicht verwendet, mit all den Stimmungen und Schattierungen, die eine solche Stimmung hervorbringt.

Hier ein Auszug aus der Wikipedia über CDF:

Caspar David Friedrich (* 5. September 1774 in Greifswald; † 7. Mai 1840 in Dresden) war einer der bedeutendsten Maler und Zeichner der deutschen Früh-Romantik, die er […] wie kaum ein anderer Künstler beeinflusste. Seine Werke haben häufig Natur- und Landschaftsdarstellungen zum Gegenstand, die Natur besitzt darin oft einen metaphysisch-transzendenten Charakter.
Friedrich gehörte der Generation der ersten freien Künstler an, die nicht als Auftragsmaler, Professoren einer fürstlichen Akademie oder protegierte Freunde eines reichen Gönners tätig waren, sondern sich auf dem freien Markt von Galerien bewegten und durch den Verkauf ihrer Werke ein wirtschaftliches Auskommen fanden.
Mondaufgang über dem MeerFriedrich verkörperte den typischen Romantiker: Er war eher introvertiert, weltscheu, naturverbunden und religiös. Seine Bilder werden oft als melancholisch interpretiert: seine Gedanken kreisten demnach oft um Sein, Vergehen und Werden.
Die Natur dient als Projektionsfläche für Empfindungen und Sehnsüchte des Betrachters; in ihr äußert sich die Naturanschauung und innere Weltsicht romantischer Zeit. Die Figuren stellen keine Individuen dar, sondern zeugen von einer intersubjektiven Haltung: Die Bilder deuten die Entfremdung des Menschen von der Natur an. Der Mensch ist nicht mehr harmonischer Bestandteil, auch wenn er sich das zu wünschen scheint, sondern steht außerhalb der Natur als passiver Betrachter. Der Maler betont diese Trennung kompositorisch durch die Kontrastrierung der Farbgebung und den Helligkeitsunterschied der Flächen.

Gegenüber der Schönheit und Erhabenheit der Natur, erscheint der Mensch klein und einsam.“

das_eismeer-die_gescheiterte_hoffnung

Der ganze Artikel ist sehr lesenswert, ausserdem findet man dort auch eine hübsche Auswahl an Bildern.

Man kann natürlich auch eine Google-Bilder- Suche starten!

Aber wie immer, sind diese kleinen (toten) digitalen Abbildungen, nichts im Vergleich zu den Originalen. Ende der Neunziger gab es mal eine CDF Austellung in der Kunsthalle Bielefeld. Die war der Hammer! Es gab dort sehr viele Sepia Arbeiten und Skizzen, aber auch ein paar der bekannten Ölgemälde. Wenn man dann ganz dicht vor den echten Gemälden stand, und jedes winzige Detail erkennen konnte, dann wurde auf einmal jedes  gemalte Blatt in den Bäumen, jeder Lichtstrahl, ja das ganze Bild, irgendwie… „lebendig„!  Ölgemälde der alten Meister, haben sowieso eine ganz eigentümliche Wirkung, wie ich finde. Manchmal wirken die dargestellen Personen und Dinge realer, als in der Realität selbst!

Abtei im Eichwald

Viele mögen heute die Bilder – gerade die der Romantik – für Kitsch halten, doch die Bilder von CDF üben geradezu eine magische Faszination auf mich aus. Sie machen mich nicht depressiv oder melancholisch, es ist wiederum mehr der Ausblick in eine andere, innere und zugegebenermaßen sehr idealisierte Welt, die mich fasziniert.

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