Gesehen: 2012 im Kino!

Ich habe den neuen Roland Emmerich Film bereits vor knapp 2 Wochen gesehen, bin bis jetzt aber einfach nicht dazu gekommen, etwas dazu zu schreiben. Um was es geht, und die ganze übliche Auflistung von Darsteller- und Crew etc. pp, lasse ich hier komplett weg.  Wer immer noch nicht mitbekommen haben sollte, was 2012 für ein Film ist, der muss schon gaaaanz weit hinter dem sprichwörtlichen Mond leben. Ausserdem bin ich niemand mit jounalistischen Ansprüchen, sondern ich will hier einfach nur meine persönlichen Eindrücke schildern.

Wer es trotzdem wissen will:

Links: 2012 – Film (Wikipedia), IMDB

Wie wars? Ich hatte gehofft mit 2012 einen 2,5 stündigen Katastrophen-Porno zu sehen, bei dem man einfach mal das Hirn abschalten kann: „Story, Logik…pfff…ach hör doch auf!!! Wenn man so etwas sehen will, kann man sich einen anderen Film anschauen, also echt jetzt!“

Nun ja, in den ersten eineinhalb Stunden reihen sich tatsächlich die Szenen, in denen Sturmfluten, Erbeben etc. die Menschheit in den Abgrund reissen, sehr schön aneinander und es gibt viel Zerstörungswerk zu bestaunen. Eine der ersten richtigen Katastrophensequenzen, in der die Hauptdarsteller mit dem Auto durch L.A. rasen, während rings um sie herum buchstäblich der eine Teil der Welt im Erboden versinkt, während der andere über ihren Köpfen zum Einsturz gebracht wird, ist dabei auch gleich meine Lieblingssequenz. Wäre das alles noch in 3D…, ach die Herrlichkeit wäre wohl nicht zu überbieten! Leider verliert der Film ab diesem Zeitpunkt auch schon wieder an Fahrt, und die gefühlte ganze letzte Stunde ist dann nur noch sehr zähflüssig, wobei das Tempo zum Ende hin ständig  weiter abnimmt. Hätte man mindestens die ganze letzte halbe Stunde (Arche, Kabel-Problem, „OMG – wir werden doch noch sterben, es sei denn jemand opfert sich für die Gemeinschaft“…etc. ) einfach weggelassen, dann hätte aus 2012 noch ein ganz guter Popcorn-Disaster-Action Film werden können. Aber dieses angehängte „viel zuviel“ am Ende reisst dann alles wieder runter. Schade!

Die Hauptdarsteller agieren so, wie man es bei einem solchen Film erwartet: entweder totales Understatment, oder ganz weit „over the top“. Aber die Figuren sind eben auch nur da um…irgendwie von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Der Grund, warum man sich einen solchen Film überhaupt anschaut sind doch die Katastrophenszenen, und nicht weil man glaubt, dass die Darsteller eine oskarreife Leistung abziehen werden, oder?

Die Filmmusik ist zwar da, aber  total unspektakulär. Rein gar nichts was einem im Gedächtnis bleiben würde. Das war aber auch nicht zu erwarten, denn Harald Kloser ist eben kein Ersatz für David Arnold (STARGATE, ID4)! Das konnte man schon bei DAY AFTER TOMORROW und 10.000 BC mitkriegen.

Für mich würde eine perfekte Emmerich-Film-Disaster-Orgie einfach aus einem Zusammenschnitt aller Katastrophenszenen aus ID4, DAY AFTER TOMORROW und 2012 bestehen; ordentlich gewürzt mit einer starken Prise, thematisch eingängiger und breit orchestrierter Musik, aus David Arnolds Feder! Ich bin so einfach zufrieden zu stellen! 😉

Ein wenig Philosophisches, oder eher Psychokram?: Warum eigentlich habe ich (und unbestreitbar viele andere Menschen mit mir, wie es die ganze Kinogeschichte immer wieder gezeigt hat) Vergnügen daran, mir fiktive Katastrophenszenen anzuschauen? Warum macht mir das im Kinosessel nichts aus, wenn Leute in Erdspalten fallen, von Lava verbrannt oder von gewaltigen Flutmassen ertränkt werden? Im Bewusstsein ist sicherlich der Fakt vorhanden, dass das ja keine richtigen Menschen und keine echten Katastrophen sind, die man auf der Leinwand sieht.  Aber trotzdem komme ich nicht umhin, mir die Frage zu stellen, ob ich mich nicht eigentlich dafür schämen müsste, dass ich mir derlei Szenarien gerne anschaue? Da gibt es doch bestimmt schon Untersuchungen drüber, oder?

Bemerkenswert: nach nur 12 Tagen hat  der Film weltweit bereits über 460 Millionen Dollar eingespielt. Man darf hier also durchaus von einem Erfolg für Herrn Emmerich sprechen.

Also: richtig schlecht fand ich den Film nicht, aber eben auch nicht wirklich gut, vor allem weil die letzte Stunde einfach „über“ war.  Da rücken die Weltuntergangsbilder in den Hintergund und es wird versucht das „menschliche Drama“ künstlich hochzupuschen, was natürlich komplett (wie bei allen Emmerich Filmen) in die Hose geht!

Soviel zum Film. Nun wenden wir uns kurz noch der ganzen „2012- Weltuntergangs-Maya Kalender etc. “ Geschichte zu.

2012 wird die Welt untergehen? BULLSHIT!!!

Blogger Florian Freistetter ist Astronom und er erklärt auf seinem Blog, warum die ganzen 2012 Theorien und Legenden, reiner Bullshit sind!

Außerdem haben sich die beiden US Komiker Penn & Teller mit dem Thema auseinandergesetzt, auf ihre Weise…

Teil 2 (weil Teil 1 schon wieder futsch ist!):

Teil 3:

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Film, Reviews

Eine Antwort zu “Gesehen: 2012 im Kino!

  1. B. Seifert

    Riesige Effekte, aber so richtig etwas mit Sinn ist nicht zu erkennen. Nicht ein Film, der Mann zwei Mal schauen geht. Danke für die Videos!

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