Mahlers 9. Symphonie wird am kommenden Sonntag (19.09.), um 19:15 Uhr, auf meinem Lieblingssender ARTE gegeben. Das tolle daran ist, dass es sich wieder um einen LIVE Mittschnitt vom Lucerne Musikfestival handelt, und dass somit die Symphonie vom Lucerne Festivalorchester unter der Leitung von Claudio Abbado gespielt werden wird!
“Auch 2010 setzt ARTE seinen erfolgreichen Mahler-Zyklus in Zusammenarbeit mit dem Lucerne Festival fort. Auf dem Programm steht Gustav Mahlers neunte Symphonie unter der musikalischen Leitung von Claudio Abbado – wie bei Beethoven oder Bruckner ist auch bei Mahler die schicksalsträchtige “Neunte” die letzte vollendete Symphonie des Komponisten: ein beeindruckendes und bewegendes Orchesterwerk, in dem Mahler die ganze Fülle seines Schaffens in Zitaten, satztechnischer Raffinesse und vielfarbigen, reichen Orchesterklängen Revue passieren lässt. ARTE zeigt dieses Konzert anlässlich des Gedenkjahres an Gustav Mahler (1860-1911): 2010 wäre sein 150. Geburtstag gewesen.”
Heute, am 7. Juli 2010 ist der 150. Geburtstag von Gustav Mahler. Somit beginnt heute offiziell das große Mahler Jahr, das mit dem 18. Mai 2011 – dem 100. Todestag – endet.
Ich will lieber gar nicht erst damit anfangen aufzuzählen, warum die Musik Mahlers für mich so faszinierend ist. Nur so viel: ich bin vor gut 20 Jahren von der 2. Symphonie “erweckt” worden, und seitdem lässt mich seine Musik nicht mehr los; schafft es immer wieder, mein Inneres zu erreichen und mich bei jedem Hören tief zu bewegen.
Darüber hinaus bin ich natürlich eifriger Student seiner Partituren und bewundere seine Instrumentationskünste.
Mahlers Musik taucht in zahllosen Filmen als Direktzitat auf und hat natürlich auch bis heute einen riesigen Einfluß auf Filmkomponisten wie Morricone, Williams und Goldsmith.
Wer mit Mahler starten will, dem empfehle ich mit der ersten, zweiten und fünften Symphonie ( von insgesamt 9+ Fragment der 10. ) anzufangen!
Hier erstmal eine kleine erste Linkliste zum Thema Mahler:
Ich liebe das Internet: Auf Zeit-Onlinehabe ich heute einen Portrait-Artikel über den israelischen Komponisten Benjamin Yusupov (*1962)entdeckt. Klang ganz interessant, vor allem auch die Hörprobe des Viola Konzertes! Grossartig, habe ich nur gedacht und habe prompt die Webseite des Komponisten besucht und eine ganze Unterseite mit weiteren Werkausschnitten gefunden: Tolle zeitgenössische Musik, die sich nicht scheut traditionellere Elemente (in Unterscheidung zur musikalischen “Avantgarde”) einzubeziehen und mit ethnischen Einflüssen zu würzen. Und die Idee, zB. eine elektronische Viola (Bratsche) als Solo Instrument zu verwenden finde ich Klasse! Noch dazu wird jeglicher Verdacht von Beliebigkeit eines postmodernen Mischmaschs sofort im Kein erstickt. Musikalisch und formal macht alles Sinn, hat alles Hand und Fuß.
Und darüber hinaus ist es einfach berührende moderne Musik! Anhörbefehl!
“Hören Sie Vergangenheit und Gegenwart des deutschen Soundtracks.”
OMG…vielen Dank ZDF, für diesen Satz! Es gruselt mich…! Was ist denn bitteschön ein oder der “deutsche Soundtrack” ???
Aber eigentlich gehts darum:
Weil sich das ZDF, nach über 30 Jahren exklusiver Live Übertragung der Silvesterkonzerte, nicht mehr mit den Managern des Berliner Traditionsorchesters einigen konnte, sprang schnell die ARD in die Bresche und hat sich die Rechte an der alljährlichen Konzertübertragung gesichert! Entsprechend angesäuert reagierte das ZDF und setzte jetzt einfach mal ein “Best-Of” in den fast gleichen Sendeslot (ARD 17:15 und ZDF 17:30 Uhr). Nun hat man also die Qual die Wahl: Entweder das aktuelle Silvesterkonzert genießen (mit Harald Schmidt als Moderator und Starpianist Lang Lang als Solisten), oder eher in Erinnerungen schwelgen, mit Karajan, Barenboim und Abbado auf dem Dirigentenpult, sowie Solisten wie Anne-Sophie Mutter, René Kollo und Jewgeni Kissin (nebst anderen)!?
Ach, ich nehme einfach beides mit meinem neuen Festplattenreceiver auf und mache dann am FR. 1.1. einen großen Klassik-Tag!
Infos:
ARD
Das Silvesterkonzert – Die Berliner Philharmoniker
31.12.2009, 17:15 – 19:00 Uhr
Das Erste baut sein Angebot an klassischer Musik aus und strahlt erstmals das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker aus. Die Fernsehübertragung wird moderiert von Harald Schmidt. Die Berliner Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Sir Simon Rattle beenden das Jahr 2009 mit populärer russischer Musik und einem Weltstar: Auf dem Programm des Silvesterkonzerts in der Berliner Philharmonie stehen das zweite Klavierkonzert von Rachmaninow und der zweite Akt des Balletts “Der Nussknacker” von Peter Tschaikowsky. Solist ist der chinesische Starpianist Lang Lang, prädestiniert für den romantischen Ton und die Melodienfülle des Rachmaninow-Konzerts. Und der “Nussknacker” lädt mit Blumenwalzer, Tanz der Zuckerfee und mitreißendem Finale dazu ein, schon vor Mitternacht die Korken knallen zu lassen.
ZDF
Ein philharmonisches Vergnügen
31.12.2009, ab 17:30 Uhr
“Ein philharmonisches Vergnügen” zeigt die Highlights aus 30 Jahren Silvesterkonzert. Anne-Sophie Mutter, Thomas Quasthoff, Daniel Barenboim und viele andere Klassik-Stars reden über die Geheimnisse der Berliner Philharmoniker und feiern den Jahreswechsel mit großen Sinfonien, beschwingten Walzern und Berliner Schlagern. Erleben Sie die musikalischen Highlights aus 30 Jahren, hören Sie die Berliner Philharmoniker mit Beethovens Neunter Sinfonie, mit Bach und Mendelsshohn, aber auch mit Wiener Walzern und Berliner Schlagern. Und stoßen Sie am Ende gemeinsam mit den größten Klassik-Stars auf eine große Tradition an, auf die Berliner Philharmoniker und einen wahrhaft klassischen Silvesterabend. Begleiten Sie das einzigartige Orchester durch die Klänge der unterschiedlichen Zeiten, reisen Sie in Musik durch Herbert von Karajans Klassik-Wirtschaftswunder, durch den Vereinigungs-Sound mit Claudio Abbado und die Postmoderne mit Sir Simon Rattle. Hören Sie Vergangenheit und Gegenwart des deutschen Soundtracks.
Dieser letzte Satz….AHHHHH!Ich komme nicht drüber wech, ich brech zusammen…“deutschen Soundtracks”???
Ab 2010 überträgt das ZDF übrigens dann die Neujahrskonzerte aus Dresden, von der Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung des (bevorzugt Bruckner und Wagner) Dirigenten Christian Thielemann! Das dürfte dann ein etwas anderes, wahrscheinlich traditionelleres Programm werden, als das vom Fortschrittsgeist Sir Simon Rattle. Märsche, Polkas…würde ja auch irgendwie eher zum ZDF passen.
3. It’s HALO Night!!! Solange keine Real-Action Verfilmung von HALO zustande kommt, muss der Fan sich mit Animationsfilmen ala Animatrix begnügen, wie scifiscoop berichtet! Hier die offizielle Webseite: halolegendsdvd
4. Noch ein AVATAR Trailer! Aus Japan, mit ein paar wenigen neuen Bildern. —>scifiscoop und hier noch etwas über James Horners Filmmusik zu AVATAR.
5. RISIKO – DER FILM! …Äh Moment…WAS? Ok, es geht hier also nicht um eine Filmadaption der alten Freitagabend-ZDF Spielshow Der große Preis mit Wim THöööööööööölke!!!, sondern es geht natürlich um den Brettspielklassiker! Ich bekomme gerade voll Bock, das Spiel wieder mal, mit ein paar netten Leuten plus Unmengen an Chips, Sweeties und Cola (Bier), ein komplettes Wochenende durchzuzocken. So wie früher…Hach! Vielleicht wechseln wir auch mal zwischenzeitlich zu DIPLOMACY!
5. Meine nächste Geburtstagstorte soll bitte so aussehen:
Man beachte den Snowspeeder unten rechts!!! Mehr Details bei Klick auf das Bild!
6. HOBBIT Verfilmung: es geht voran! Auf herr-der-ringe-film.de gibt es ein lesenswertes Interview mit Regisseur Guillermo del Toro, ausserdem bestätigtGandalf (Ian Mc Kellen), dass das Drehbuch fertig sei!
7. SHERLOCK HOLMES Trailer Nr. 3! Wieder ein paar Einstellungen mehr, aber alles in allem nix neues. Sieht auch immer noch gut aus, werde ich auf jeden Fall anschauen!!! Guckst Du —> hier! Übrigens, das Postermotiv:
8. Mahler Festival in Leipzig! Huiii, da muss ich wohl schnellstens anfangen Kohle für Tickets und Reise zu sparen!!! Anlässlich des 100. Todestages des Komponisten Gustav Mahler (1860-1911) soll im Mai 2011 das Mahler-Festival im Leipziger Gewandhaus stattfinden. Geplant ist unter anderem die Aufführung sämtlicher Sinfonien des Komponisten (klassik.com): Ganzen Bericht lesen!
Hmh, ich kenn den Film ja noch nicht. Aber sollte der Film floppen, wir bestimmt auch nox aus der TV Serie. Mal sehen, aber ich werde, passend zum Kinostart, die Tage mal was zum Thema 2012- Ende der Welt (as we know it)…bzw. Ende des Maya Kalenders etc. posten! Hihi, das wird lustig!
10. Steampunk Ausstellung in Oxford. Ja, ich weiss…! Das Ding ist auch nicht neu, aber angesichts meines Interesses am Thema, poste ich es trozdem: Ätschibätschi!!!
Ein Amateur- Godzilla-Japan-Monster-Fanfilm! Gnihihi!!! Mehr Infos bei Clockworkers!
12. Für mehr News und weitere Videos zu AVATAR und PRINCE OF PERSIA sowie eine Review von Zemeckis WEIHNACHTSGESCHICHTE, schaut mal schnell rüber zum Kumpel Greekgeek.de!!!
13.
14. Dass moderne Popmusik mit 4 Akkorden auskommt, zeigt uns die australische Musik-Comedy-Truppe Axis of Awesome! Hilarious funny, aber auch keine neue Erkenntnis! Dieter Bohlen kommt ja sogar mit nur 2 Akkorden aus!
Heute vor 168 Jahren, am 8. September1841, wurde der Komponist Antonín Leopold Dvořák geboren.
“In seinem Werk verbindet Dvořák Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik. Sein Personalstil ist insgesamt viel mehr von Neuorientierungen als durch eine lineare Entwicklung geprägt. Während er sich in seinen frühen Jahren an Mozart und Beethoven orientierte, suchte er erst 1873 seinen eigenen nationalen Stil. Die zwei darauffolgenden slawischen Schaffensperioden (1876-1881 und 1886-1891) waren nun nicht mehr klassisch, sondern tschechisch-folkoristisch geprägt. In den in Amerika entstandenen Werken versuchte er das typisch amerikanische Kolorit einzufangen und wendete sich gegen Ende seines Lebens schließlich verstärkt der Programmmusik und Opern zu.
Zu seinen Hauptwerken gehören seine neun Sinfonien (darunter am bekanntesten die Sinfonie Nr. 9 Aus der Neuen Welt), das Cellokonzert h-Moll op. 104, Oratorien mit großer Suggestivkraft, wie das Stabat Mater und das Requiem, zahlreiche Kammermusikwerke, die sechzehn slawischen Tänze und die Oper Rusalka.”
(Wikipedia)
Unbestreitbar gehört vor allem die 9. Symphonie (1893) immer noch zum Pflichtprogramm, nicht nur für alle, die sich in irgendeiner Form mit symphonischer Filmmusik beschäftigen.
… wird am nächsten Sonntag (30.08.), um 19:00 Uhr, auf meinem Lieblingssender ARTE gegeben. Das tolle daran ist, dass es sich wieder um einen LIVE Mittschnitt vom Lucerne Musikfestival handelt, und dass somit die Symphonie vom Lucerne Festivalorchester unter der Leitung von Claudio Abbado gespielt werden wird! Yeahh…!
Für mich sind die Einspielungen von Gustav Mahlers Symphonien, mit Abbado und dem besagten Orchester, welches übrigens aus den “Best-of -the-best-of-the best…(beliebig lange fortsetzen)” Musikern im klassischen Solo, Kammermusik und Orchesterbereich besteht, bis jetzt immer wie kleine Offenbarungen gewesen, die mich immer begeistert und emotional, zeitweise bis zur Erschöpfung, mitgerissen haben. Ich kenne eine Menge verschiedener Mahler Einspielungen, aber das sind für mich mit die grandiosesten. Die alljährliche Live Übertragung aus Luzerne ist deswegen für mich immer ein absolutes Highlight des Musik-TV-Jahres. Leider immer erst ein Jahr später, erscheint dann eine DVD des Mittschnittes, und auch die “rockt die Hütte fett”, dank der superben Klangabmischung (in D-Digital, dts).
Über die Musik von Gustav Mahler und im speziellen die4. Symphonie, möchte ich mich hier jetzt nicht auslassen. Das würde in der Tat den Rahmen dieses TV-Tipps sprengen, aber ich werde bald mal ausführlich über Mahlers Musik und deren Einfluss auf die Musikgeschichte, in einem anderen Beitrag scheiben. Bis dahin empfehle ich im Internet zu recherchieren. Wikipedia ist auch in diesem Fall, zumindestens für einen ersten Informationsschub, sehr hilfreich.
Nur soviel ganz kurz: Mahlers Musik begleitet mich seit gut 20 Jahren. Das erste Mal durch das Radio, während ich in meinem Zimmer vor dem Fenster saß und einen sommerlichen Gewittersturm beobachtete, der da draußen ziemlich gewaltig und ehrfuchtgebietend vor meinem Fenster tobte. Ich hatte das Radio eher zufällig angeschaltet, und plötzlich kam dort dieses emotionale Klanggewitter “heraus”, dass wie ein entsprechender Soundtrack zu dem Gewitter dort draußen geschrieben schien. Das war die 2. Symphonie von Mahler, die sogenannte “Auferstehungssymphonie”. Ich hatte vorher noch nie etwas von ihm gehört, aber seitdem bin ich Mahler-Infiziert! Erst emotional, und dann später, nach dem Studium der Partituren, auch intellektuell dieser Musik verfallen.
Ich bin auch “Fan” der ganzen “Fin de siècle” Epoche bzw. jenes Zeitgefühls, bestehend aus einer kruden Mischung aus gleichzeitiger Untergangs- und Aufbruchstimmung (auch eine Sache über die es sich zu schreiben lohnen würde, denn ich finde diese Zeit wiederholt sich gerade!), und wenn es eine musikalische Entsprechung zum “Jugendstil” geben sollte, dann wären es wohl die Werke von und zwischen Debussy und Mahler.
Wer ersteinmal in Mahlers Musik reinhören will, ob einem das überhaupt zusagt, dem empfehle ich mal dieses YouTube Video (passenderweise auch hier Abbado/LFO):
Hier noch eine “Suchliste” bei YouTube, wo man auch Ausschnitte aus der 4. Symphonie findet.
22. 08. 1862: Geburtstag von Claude Debussy. Seine Musik ist für mich voller Wunder und Magie! Steter Wechsel von Perspektive und Augenblicken (Impressionen) von Farbe, Licht, Schatten, Luft. Alles wirkt leicht, irgendwie verzaubert. Hier rückt Textur und vermeintliche Dekoration in denVordergrund; lässt überstrenge Formalität und starren Akademismus weit hinter sich.
“Wenn man die deutsch/österreichische Musik mit einem Ölgemälde vergleichen würde, dann wäre Debussys Musik wie ein Aquarell. Oder wie eine Art von Malerei, die erst noch erfunden werden muss!” (Sir Simon Rattle).
Zwei Ausschnitte, mit dem Thema Debussy, aus der TV-Doku Reihe “Die Musik des 20. Jahrhunderts” (In Englisch mit spanischen Untertiteln), moderiert von Simon Rattle:
…wurde vom Komponisten John Cage geschrieben (Uraufführung 1952).
Das Stück trägt den inhaltsschweren Titel 4’33!
Die drei Sätze, alle mit der Bezeichnung und gleichzeitigen Spielanweisung “Tacet” überschriftet, bringen das Stück auf eine Gesamtlänge von vier Minuten und dreiundreissig Sekunden.
Man braucht: ein Instrument, eine Stoppuhr, die Partitur und ein Publikum!
Für Piano:
Vom Komponisten, in einer Bielefelder Fußgängerzone, persönlich intoniert (Auszug):
Und jetzt ENDLICH (OMG!!!), die vollorchestrierte Version für SINFONIEORCHESTER!!! Mein Gott, it’s amazing!
Ich schliesse mich voll und und ganz einem Youtube Musik-Kritiker an, der schrob:
… muss nicht unbedingt immer Ohrenbluten oder reflexartige Fluchtbewegungen beim “normalen” Hörer verursachen. Nein, es geht auch anders! Ich bin nicht unbedingt ein Fan von “Minimalismus” Musik, aber dieses Stück ist einfach herrlich mitreissend, insbesondere in dieser Interpretation der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle.
Short Ride in a Fast Machine
Der Komponist:
John Coolidge Adams (* 15. Februar 1947 in Worcester, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Komponist. Er wird zusammen mit Steve Reich, Philip Glass und Terry Riley zu den bekanntesten Vertretern der Minimal Music gezählt, eines musikalischen Stils, der auf sich wiederholenden harmonischen und/oder rhythmischen Mustern aufbaut.